Der Pflegedienst im Aufwind

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Mein Name ist Ramona Badey, ich leite seit August 2016 den neu gegründeten Ambulanten Pflegedienst der Lebenshilfe Ludwigshafen und will an dieser Stelle über unsere Arbeit berichten.

Die ersten Monate in meinem neuen Arbeitsfeld waren geprägt von Planung und Organisation. Auf dem Weg zur Anerkennung als Pflegedienst sind viele bürokratische Hürden zu nehmen: Meldungen bei unterschiedlichen Ämtern und Kassen, Vorgaben und Richtlinien müssen Berücksichtigung finden, u.a. gibt es eine Vorschrift darüber, wieviel Pflegefachkräfte vorhanden sein müssen, um überhaupt zu starten. Diese Fachkräfte zu finden, war schon eine große Herausforderung. Sie wissen alle, um den vielzitierten Fachkräftemangel. Damit sind wir natürlich auch konfrontiert worden und es hat schon eine Weile gedauert, bis wir die erforderliche Anzahl von 3 Fachkräften erreicht hatten. Im Übrigen war das auch für die Lebenshilfe eine finanzielle Herausforderung. Es mussten Autos angeschafft werden und die vorgeschriebene Grundausstattung an Materialien für den Pflegedienst: z.B. Blutdruckmessgerät, Schutzkleidung für die Mitarbeiterinnen, Verbandsmaterialien etc. Der Einzug in eigene Büroräume in der Rheinhorststraße 22 - gemeinsam mit den Kolleg/innen der Offenen Hilfen und dem Unterstützten Wohnen - wurde auch noch vor dem offiziellen Start des Pflegedienstes „über die Bühne“ gebracht. Im Dezember 2016 war dann alles komplett und bereit für guten Start. Zum 01. Januar 2017 erhielten wir die offizielle Zulassung für den „Ambulanten Pflegedienst der Lebenshilfe Ludwigshafen e.V.“

Das neue Team bestand zunächst, mich eingeschlossen, aus drei Pflegefachkräften und einer Hauswirtschaftskraft. Im Februar begannen wir mit unserer Pflegetätigkeit in der Wohngemeinschaft in der Melm. Im März kamen die Bewohner/innen des Wohnhauses Böhl dazu. Wir übernahmen zunächst für 22 Menschen mit Behinderung die pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung.

Ja, es gab und gibt noch Stolpersteine und kleine Pannen, immerhin müssen in beiden Häusern zwei unterschiedliche Teams ihren Auftrag erfüllen. Wir müssen lernen, verbindliche Absprachen zu treffen und uns auch aneinander gewöhnen. Die Bewohner/innen haben fast alle gut akzeptieren können, dass nun auch ein Pflegedienst ins Haus kommt. Wir legen auch Wert darauf, dass es möglichst wenig Wechsel bei den Mitarbeiterinnen gibt, um den Menschen mit Bewohner/innen auch in der Pflege Kontinuität und Vertrautheit zu bieten.

Mittlerweile sind wir 11 Mitarbeiterinnen, die überwiegend in Teilzeit arbeiten. Nach ca. drei Monaten kennenlernen und einarbeiten, waren wir bereit, den Dienst auch für externe Kunden zu öffnen. Auch bei diesen Kunden übernehmen wir hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Grund- und Behandlungspflege. Über die Offenen Hilfen, das Unterstützte Wohnen und über den Kindergarten Sonnenblume kamen auch etliche Neukunden auf uns zu.

Nun ist schon fast ein Jahr vergangen und ich bin sehr erstaunt wie schnell die Zeit verflogen ist. Meine Mitarbeiterinnen arbeiten alle sehr gerne bei der Lebenshilfe und mit den Menschen mit Behinderung. Wir sind auf einem guten Weg uns weiter zu entwickeln. Schwierig bleibt, wie überall in diesem Bereich, die Suche nach weiteren Mitarbeiter/innen. Wir hoffen auf ein gutes Jahr 2018 mit engagierten Kolleg/innen und vielen neuen Kunden.

Unseren derzeitigen Kunden wünschen wir geruhsame und harmonische Weihnachtstage und ein gesundes neues Jahr!!

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