Aktuelles – Archiv 2020

18.12.2020
Weihnachtsmarkt statt Weihnachtsfeier im Haus Böhl

Urgemütlich war er, der Weihnachtsmarkt im Wohnhaus Böhl, der als Ersatz für die sonst tradionelle Weihnachtsfeier stattfand. Es gab einen Crepes-Stand, eine Tombola für die Bewohner*innen, Stockbrot, einen Süßigkeitenstand, eine kleine Eisenbahn, die geräuschvoll um den Weihnachtsbaum fuhr, einen Glühpunsch- und Getränkestand und natürlich auch einen Essensstand mit Bratwurst-, Steak- und Schnitzelbrötchen. Musik kam vom Band (DJ Martin) und von einer Mitarbeiterin auf der Gitarre.

 

10.12.2020
Postmoderner Weihnachtsbaum - und viele weitere Aktivitäten der Tagesförderstätte Rheinhorststraße

In der Tagesförderstätte Rheinhorststraße schlummern viele Talente. Eines ist die ausgeprägte Kreativität der Mitarbeitenden, ein anderes ihre handwerklichen Fertigkeiten. So entstehen wunderbare und überraschende Arbeiten, wie zum Beispiel der postmoderne Weihnachtsbaum. Er hängt jetzt am Eingang der Einrichtung. Und auch an anderen Stellen sind die weihnachtlichen Dekorationen aus den Gruppen zu bewundern.

07.12.2020
Was uns dieses Jahr beschäftigt hat - das Bundesteilhabegesetz

Vorstand und Kammer der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. haben das Positionspapier „Welche Lehren ziehen Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen aus der Corona-Pandemie?“ im Nachgang zu ihrer Gemeinsamen Sitzung am 10. September 2020 beschlossen. Der Entwurf ist nach Beratungen und Rückmeldungen aus dem Rat behinderter Menschen, dem Bundeselternrat und der Ausschüsse Kindheit und Jugend, Arbeit sowie Wohnen und Soziale Teilhabe in der Bundesgeschäftsstelle erarbeitet worden. Auch die Lebenshilfe Ludwigshafen hat sich in diesem Jahr intensiv mit dem Thema Teilhabe beschäftigt.

Teilhabe

Von Jochen Weiler

Was ist Teilhabe? Was bedeutet es, wenn ich sage: "Ich habe Teil an ...?" An was soll ich denn teilhaben - oder darf ich teilhaben - oder muss ich vielleicht auch teilhaben, ohne dass ich es möchte? Und wofür benötigen wir eigentlich ein Gesetz: das Bundesteilhabegesetz. Wenn man viele Fragen zu beantworten hat, bietet sich natürlich eine Suche im Internet an. Auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales steht einleitend zum Bundesteilhabegesetz (BTHG), dass es ein Gesetztespaket ist, mit dem "... mehr Möglichkeiten der Teilhabe und mehr Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen geschaffen (wurden). Menschen mit Behinderungen, die Eingliederungshilfe beziehen, können mehr von ihrem Einkommen und Vermögen behalten."

Also dreht sich wohl doch wieder alles ums Geld? Auf der Homepage der Bundesvereinigung Lebenshilfe liest man dagegen: „Menschen mit Behinderung brauchen oft Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen. (…) Das Ziel ist eine möglichst selbstbestimmte Teilhabe am Leben.“ Also geht es scheinbar doch um mehr. Diese Teilhabe ist eine „Teilhabe am Leben“, und noch dazu „selbstbestimmt“. Aber haben wir nicht alle, quasi von Geburt an, Teil an unserem Leben? Da scheint es denn doch noch einige Aspekte zu geben. Wenn man im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes den Begriff „Teilhabe“ verwendet, meint man eigentlich „Teilhabe am Leben der Gemeinschaft“ beziehungsweise „Teilhabe an der Gesellschaft“. Dass für dieses Thema ein eigenes, noch dazu hochkomplexes Gesetz geschaffen wurde, deutet schon an, dass es eben nicht so einfach ist mit der Teilhabe. Zumindest nicht für die Menschen, die etwas aus der Norm fallen – zum Beispiel Menschen mit Behinderungen.

Stellen Sie sich doch einfach einmal vor, sie sind auf einen Rollstuhl angewiesen und wollen in einem Supermarkt einkaufen, aber der Eingang ist zu schmal für Sie. Wie kommen Sie an die Waren im obersten Regal? An das Obst, das ganz hinten im Korb liegt? Wie schieben Sie den Einkaufswagen, während Sie Ihren Rollstuhl bewegen müssen? Stellen Sie sich vor, Sie können nicht mehr alleine wohnen und Ihr gesetzlicher Vertreter entscheidet, dass Sie künftig in einem Doppelzimmer mit einem Menschen leben, den Sie noch nie zuvor gesehen haben. Dass Sie sich ab sofort eine Gemeinschaftstoilette mit sieben weiteren Bewohnern teilen. Stellen Sie sich vor, dass Sie zukünftig Ihre Einkäufe von einem „Barbetrag“ erledigen müssen, den Ihre Betreuer schlicht als „Taschengeld“ bezeichnen. Dass dieses Taschengeld von anderen eingeteilt wird und Sie sich nicht die Flasche Rotwein kaufen dürfen, weil Sie sparen müssen für eine Ferienfreizeit, für die Sie von den Betreuern eingeteilt wurden.

Teilhabe ist etwas, das man solange nicht wahrnimmt, bis man es nicht mehr hat. Wie unsere Bewohner*innen das Thema Teilhabe sehen, werden wir gemeinsam im neuen Jahr in Form einer Themenreihe aufzeigen.

04.12.2020
Adventszeit in Zeiten besonderer Auflagen

Von Ulrike Regenauer-Misera

Die Adventszeit ist für unsere  Bewohner*innen  besonders wichtig, zeigt sie doch an, dass in wenigen Wochen das Weihnachtsfest gefeiert wird. Dieses Fest ist bei vielen Menschen von Erinnerungen daran geprägt, wie früher Zuhause Weihnachten gefeiert wurde. Wir versuchen ein wenig an diese Erfahrungen anzuknüpfen, möchten die Vorfreude entwickeln und eine Atmosphäre der Besinnung schaffen.

Aufgrund der aktuellen Coronasituation haben wir dieses Jahr einen Adventsmarkt der besonderen Art abgehalten. Jede Gruppe besuchte diesen zu einer bestimmten Uhrzeit. So waren die Begegnungen außerhalb der eigenen Wohngruppe begrenzt

Frau M. und Frau D. verkauften selbstgefertigte Taschen und Armbänder. Unsere Mitarbeiterin Frau Welsch arbeitete an einem professionellen Waffeleisen. Leckere warme Suppe und Glühwein wurden neben verlockenden Süßigkeiten angeboten. Besinnliche Adventsmusik schuf, neben den guten Gerüchen eine sehr schöne Stimmung.

Und draußen brannte unser Feuerkorb … Nun freuen wir uns auf Weihnachten.

03.12.2020
Nikolaus besucht Hedy-Erlenkötter-Haus

„Wir vergessen euch nicht“ – Club 86 sorgte für Vorfreude auf 6. Dezember. Mit süßen Geschenken im Gepäck traf am 3. Dezember, donnerstagsnachmittags, der Nikolaus im Hedy-Erlenkötter-Haus der Lebenshilfe Ludwigshafen ein. Der Nikolaus – alias Christoph Sommer, hauptamtlich in der Behindertenhilfe für Gehörlose tätig – wurde begleitet von Daniela Meisner vom Club 86, dessen Ehrenamtliche sich seit vielen Jahren im Hedy-Erlenkötter-Haus engagieren. Nur zu Pandemiezeiten ist das nicht wie bisher möglich.

“Doch wir haben euch nicht vergessen! Deshalb besuchen wir euch heute mit weihnachtlicher Musik, einem gemeinsamen Lied, der Geschichte vom Nikolaus und hoffentlich viel Vorfreude auf den 6. Dezember, den eigentlichen Nikolaustag“, stimmte Christoph Sommer die Bewohnerinnen und Bewohner ein. Nacheinander besuchte er in Begleitung von Einrichtungsleitung Michael Hinz-Wilmes jede Wohngruppe getrennt.

Corona-bedingt mit Maske und Abstand, nur bis zur Eingangstür der jeweiligen Etage – doch die Freude über den unverhofften Besuch war groß. Ein Lied wurde überall gemeinsam gesungen, ein großes Paket an jede Gruppe übergeben und sich mit Blick auf hoffentlich bessere Tage im neuen Jahr verabschiedet. Der Besuch war ein kleiner Trost dafür, dass die Weihnachtsfeier in der Comenius-gemeinde, die sonst immer am Donnerstag vor bzw. an Nikolaus stattfindet, diesmal abgesagt werden musste. Und wie feiert das Hedy-Erlenkötter die Adventszeit und Weihnachten? Im Dezember organisieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verwaltung und Haustechnik noch einen Weihnachtsmarkt mit typischen kulinarischen Genüssen im weihnachtlich geschmückten Hof des Hauses. Jede Gruppe hat dann separat die Möglichkeit, hier ein wenig Weihnachtsmarktfeeling zu erfahren. Geschmückte kleine Eckchen mit Glühwein, Bratwurst, Süßigkeiten und Schwedenfeuer runden diesen Tag ab. Ansonsten findet Weihnachten wie immer statt. Die Gruppen organisieren die Gestaltung der Wohngruppen, die Auswahl des Essens und Heiligabend wird ebenso zelebriert wie in anderen „Familien“.

02.12.2020
Der "Wunscherfüller"

Was gibt es Schöneres als ein Weihnachtsbaum, der auch ein "Wunscherfüller" ist. In Maxdorf gibt es ihn, dank der NetzwerkHilfe neV.

Sie hat in dem ortsansässigen dm-Markt einen Baum aufgestellt. Jeder der Bewohner*innen des Wilhelm-Hiemenz-Haus darf hier je einen Weihnachtswunsch in Form eines kleinen Schildchens aufhängen.

Kunden des Marktes dürfen sich einen Weihnachtswunsch vom Baum nehmen - und ihn erfüllen!

Das dann festlich verpackte Geschenk wird dann mit dem jeweiligen Anhänger unter den Weihnachtsbaum gelegt. Die ganze Aktion dauert noch bis zum 7. Dezember 2020. Dann müssen alle Geschenke unter dem Baum liegen ...

Die "Weihnachtsengel" des Wilhelm-Hiemenz-Haus holen sie dann später ab, um sie im Rahmen einer herrlichen Bescherung an die Bewohner*innen zu übergeben.

30.11.2020
Leckerer Adventspunsch - selbst gemacht

Von Sabrina Odenwälder und Ann-Katrin Mühlenz.
Da es ja nun immer kälter wird und wir wegen Corona nun immer lüften, ist es in den Räumen des Wohnhaus Böhl manchmal recht frisch. Wir halten uns warm, in dem wir uns leckeren Adventspunsch machen. Es tut nicht nur gut, wenn der Punsch im Magen ankommt und seine Wärme entfaltet, er ist sogar eine Supervitaminbombe.

Hier unser Tipp für ein leckeres Rezept:
1 Liter Orangensaft, 1 Liter Apfelsaft, 2 Esslöffel Hönig, Zimt nach Belieben (ca. 1-2 Teelöffel)
Alle Zutaten in den Topf und kurz warm machen. Am besten nicht kochen, da sonst die Vitamine kaputtgehen.

Sabrina zeigt euch hier wie es geht:

24.11.2020
Was uns dieses Jahr beschäftigt hat - 10 Jahre Integration und die Eröffnung einer neuen integrativen Gruppe

Von Christine Groß.

Nach Umbau und Schaffung einer weiteren integrativen Gruppe in diesem Jahr war es soweit: Im August 2020 ging die neue Gruppe „Farbklekse“ an den Start. Die ersten beiden Farbklekse-Kinder – alte Hasen aus der Villa Kunterbunt, die nun in die neue Gruppe wechseln durften – eröffneten die Gruppe.

Zunächst mit einem etwas mulmigen Gefühl, da am ersten Kindergartentag doch tatsächlich mehr Erzieherinnen als Kinder zugegen waren. Dies änderte sich schnell, nach und nach füllte sich die Gruppe und bald hatte man das Gefühl , dass die Farbklekse-Gruppe schon immer Teil unseres Kindergartens war. Im November gesellte sich das letzte neue Kind dazu. Wir freuen uns alle sehr über unseren Zuwachs!

Mit Eröffnung der neuen Gruppe hatten wir auch noch ein Jubiläum zu feiern: 10 Jahre Integration. Vor 10 Jahren hatten wir vier heilpädagogische Gruppen in drei integrative Gruppen umgewandelt – wie jeder weiß, mit durchschlagendem Erfolg. Dieses Jubiläum ist ein Grund, ein großes Fest zu feiern – dies muss jedoch zu einem anderen Zeitpunkt erfolgen. Auf jeden Fall haben wir Anlass für eine Rückschau. Während viele pädagogische Konzepte dem jeweils herrschenden Zeitgeist entsprechen und sich teilweise schneller überleben, als man sie im Kindergartenalltag umsetzen kann, hat sich das Konzept der Integration als unverzichtbares und tragfähiges Konzept erwiesen. Wer erleben darf, mit welcher Selbstverständlichkeit Kinder mit und ohne Beeinträchtigung miteinander spielen und lernen, weiß um den unschätzbaren Wert von Integration.

So bietet integrative Erziehung mehr Anregungen und Lernmöglichkeiten für alle Kinder und begünstigt den Erwerb sozialer Fähigkeiten. Dabei ist es Aufgabe der Erzieher, die Kontakte zwischen den Kindern bewusst zu fördern und Respekt für die Kinder mit Behinderung zum Thema zu machen. Integration ist kein Selbstläufer, sondern fordert Einsatz und Fingerspitzengefühl, sowie die Fähigkeit, das eigene pädagogische Handeln zu reflektieren und gegebenenfalls zu korrigieren.

Der integrative Ansatz in der Kindertagesstätte, also bei den Allerkleinsten, ebnet den Weg zu einer Gesellschaft, in der nicht ausgegrenzt und ausgesondert wird, sondern in der jeder Mensch in seinem „So-sein“ akzeptiert wird, in der sich alle Kinder in ihrer Verschiedenheit entfalten dürfen. Dies bezieht sich ebenso auf Kinder unterschiedlicher Herkunft, Aussehen, Religion. Schaut man sich die aktuellen politischen Strömungen an, ist dies wichtiger denn je. Wo, wenn nicht im Kindergarten, wird der Grundstein gelegt für eine Gesellschaft, in der Ungleichbehandlung und Ausgrenzung der Vergangenheit angehören sollten. Dies meint nicht, dass alle Kinder unserer Kita per se die gleiche Behandlung bekommen. So besuchen unseren Kindergarten auch Kinder, die den behüteten und beschützten Rahmen einer kleinen Gruppe brauchen, um sich gut entwickeln zu können. Wir sind froh darüber, mit unseren beiden Bereichen, dem Heilpädagogischen und dem Integrativen Bereich, das passende Konzept für jedes Kind anbieten zu können. Leider gibt es noch zu wenig Kindergärten, in denen Kindern mit und ohne Behinderung den vorurteilsfreien Umgang mit Gleichaltrigen lernen können. Es bleibt zu hoffen, dass sich immer mehr Kindergärten auf diesen Weg machen.

23.11.2020

Arbeitsjubiläen in Corona Zeiten

Von Michael Hinz-Wilmes.

30 Jahre, 40 Jahre und sogar 45 Jahre Betriebsjubiläum … was für eine Zeit! So lange bleibt man nur, wenn alles am Arbeitsplatz stimmt!

Eigentlich werden diese Jubiläen in der Werkstatt groß gefeiert. Aber -  da gibt es dieses Jahr diesen doofen Virus!

Da aber so viele Jahre Arbeit wertgeschätzt gehören, hatte sich Herr Franz von der Werkstatt im Hedy-Erlenkötter-Haus angemeldet, um persönlich zu gratulieren. Außerdem erfolgte natürlich die wichtige Übergabe der Urkunde.

Ich gratuliere Andrea, Hermann und Thomas zu diesem Jubiläum!

16.11.2020

Spende der Thor GmbH aus Speyer

Sie hilft, wo Hilfe gebraucht wird: die Thor GmbH in Speyer.

Heute konnte Christina Lehr dort für die Lebenshilfe Ludwigshafen wie schon im Sommer 60 Liter Händedesinfektion und 50 Liter Flächendesinfektion in Empfang nehmen.

Wir sagen, vielen herzlichen Dank dafür!

Von dem Standort Kurt-Hahn-Haus in Maxdorf aus werden die Desinfektionsmittel  an die anderen Einrichtungen der Lebenshilfe Ludwigshafen verteilt.

14.11.2020

Spenden an Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln willkommen

Es gibt wieder, wie schon im Frühjahr, eine Verknappung an dringend benötigter Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln. Die Lebenshilfe Ludwigshafen freut sich daher über jede Spende in diesem Bereich. Sie kommt bei uns ganz sicher an die richtige Stelle – und zu Menschen, die Ihre Hilfe zu schätzen wissen.

09.11.2020

Ein Hüpfhund für die Ewigkeit

Die fast traumhafte Geschichte eines roten Hüpfhundes für die Ewigkeit - und welche Rolle die "Maulwurfkinder" dabei spielen - von Kirsten Kluger

Ganz traurig sah er aus, der vielbespielte rote Hüpfhund. Die Luft war ihm ausgegangen und er war schon auf dem Weg in die Mülltonne.

Doch da hatten wir eine Idee, wie der gute alte Hüpfhund für die Ewigkeit „präpariert“ werden kann: Man könnte ihn doch mit Beton füllen, anmalen und ihm dann einen schönen Platz im Garten suchen. Ob das wohl gelingen würde?

Die Kinder Stella, Devin und Aggelos schritten unter meiner Anleitung gleich zur Tat. Jedes der Kinder mischte in einer Schüssel Betonpulver mit Wasser – es war interessant zu beobachten, wie aus der Mischung eine dünnflüssige „Pampe“ wurde. Und ganz schön viel Arbeit war es auch, man musste feste rühren.

Im nächsten Schritt wurde der flüssige Beton dann durch einen Trichter in die Figur gefüllt – da konnte man schon staunen, wieviel Portionen Beton da hinein passen. Endlich befüllt, musste das Kunstwerk eine Woche aushärten. Dann die große Überraschung: der ehemalige Hüpfhund war steinhart!

Danach wurde dann der Gummihund vom Beton gezogen, und siehe da: Unser Betonhund kam zum Vorschein, mausgrau zwar, aber: da konnte Abhilfe geschaffen werden. Wir mischten Farben mit Wasser an, und dann durften die Kinder den Hund ganz nach ihren Vorstellungen farblich gestalten. Die Kinder kleksten und tropften die Farbe auf den Hund, tolle Farbverläufe entstanden. Und dann war es vollbracht. Wir transportierten unseren schweren Hund auf einem Rollbrett in den Garten, und dort im Grünen fand er dann seinen Platz und bewacht und erfreut nun nicht nur die Gruppe der Maulwurfkinder.

02.11.2020

Wohngemeinschaft in der Heinz-Schifferdecker-Straße: "Unser neues Zuhause – eine coole Männer WG!"

Am Anfang beim Einzug im März waren wir nur zu dritt: Benedikt, Leon und Marko. Wenn wir in den Flur kamen, roch alles ganz neu – nach frischer Farbe. Auch die Wände waren noch weiß, ohne Bilder und Fotos. Alles war neu - auch für uns und unsere Betreuer. Gemeinsam entdeckten wir das Haus: die Küche, den Essplatz, die Zimmer, den Garten, den Lifter. Schritt für Schritt gewöhnten wir uns an unser neues Zuhause – auch an unseren Garten.

Wir machten einen kleinen Einweihungscocktail, grillten, lernten unsere Nachbarn kennen, schmückten die Wände mit Fotos, Bildern, dekorierten die Fenster. Im Corona-Lockdown hatten wir ja viel Zeit, das gemeinsam zu tun. Während dieser Zeit planten wir jede Woche mit den Betreuern unser Mittagessen. Am liebsten Hamburger, Spanferkel, Pommes. Hier wollten die Betreuer leider mitsprechen: Wir einigten uns dann auch auf Gemüse, Salat, Rohkost – gesunde Sachen eben. Das schmeckt ja auch, haben wir dann gemerkt.

Ganz wichtig ist uns das Tanzen mit den „Tausendfüßlern“ – das Zoom-Meeting. So ganz selbstverständlich klappte das leider nicht. Unser Internet-Anschluss war sehr langsam und instabil. Manchmal ruckelte das Bild, dann fiel der Ton aus, aber meistens klappte es. Leons Mama half uns dabei, und wir tanzen immer in Leons Zimmer. Darauf freuen wir uns riesig. Wir haben jetzt auch einen zweiten besseren Internet-Anschluss.

Nacheinander zogen dann Mike, Henri und Thomas ein. Nun sind wir komplett. Wir sind eine richtig gute Familien-Männer-WG geworden. Wir treffen uns gerne unten im Essbereich, erzählen, kochen, basteln, planen, lachen. Wenn es aber dort zu laut, eng und turbulent wird, verteilen wir uns in unsere Wohnungen, gehen in unsere Zimmer oder in das Esszimmer im ersten Stock. So können alle mal zur Ruhe kommen.

Eine Beach Party haben wir schon gemacht, mit leckeren Cocktails, Salaten und Grillfleisch. Die WG Melm aus der Christoph-Kröwerath-Straße kam zu Besuch. Das war ein schönes Fest. Wir selbst gehen auch gerne in die WG Melm, um alle zu besuchen. Es ist toll, dass wir so nahe beieinander wohnen.

Sollten wir mal ein bisschen Heimweh nach unserem alten Zuhause bei unseren Eltern haben, dann rufen wir sie an mit unseren Smartphones, unternehmen was mit ihnen oder besuchen sie. Dann schlafen wir auch nochmal dort. Allmählich gewöhnen wir uns alle an unsere neue Zeit als Erwachsene, die selbständig woanders wohnen. Irgendwann zieht ja jeder mal von seinen Eltern weg, das ist ganz normal!

Bei uns ist es schön. Wir fühlen uns hier wirklich wohl. Benedikt, Henri, Leon, Marko, Mike und Thomas –  die coole Männer WG!

30.10.2020

Speicheraufräum-Aktion Anfang Oktober im Kurt-Hahn-Haus
– Was man gemeinsam alles schaffen kann

Die gesamte Wohnfläche des Kurt-Hahn-Hauses in Maxdorf ist überbaut, sodass es dort viel Stauraum gibt, der auch genutzt wird.

Seit dem letzten ‚klar Schiff machen‘ vor einigen Jahren ist wieder viel zusammengekommen. Neben Koffern, Kleidern, Deko und Möbeln hatten sich etliche Hilfsmittel angesammelt. Haustechniker Jürgen Hofmann hatte zuvor einen riesigen Container bestellt, in dem der Sperrmüll seine letzte Reise antreten sollte. Die Gruppenleiter hatten Monate im Voraus zwei Mitarbeiter pro Wohngruppe für diesen Einsatz in den Dienstplan eingeteilt. Christian Keller vom Sanitätshaus Fuchs+Möller ließ zwei Tage später die alten Hilfsmittel abholen. Alles war gut organisiert.

Um 9 Uhr startete das Team mit einer kleinen Stärkung, die Hausleitung Sabine Wieczorek im Foyer bereithielt – denn die Wohnhauskollegen hatten schon im Frühdienst gearbeitet. Von kurz nach 9 bis 13 Uhr liefen die Kolleg*innen dann die Treppen hoch und runter, bepackt mit mehr oder weniger schweren Sachen. Für Späße zwischendurch war immer mal wieder Zeit. Die Stimmung war sehr gut. Und am Ende war der  Container vor dem Haus fast voll geworden.

Um 13 trafen sich alle noch einmal zur Abschluss-Vesper. Hier überreichte Sabine Wieczorek jedem eine Flasche Lebenshilfe-Wein und einen Tankgutschein. Damit hatten die Kolleg*innen nicht gerechnet, sich aber sehr über die Anerkennung gefreut. Ein großes Dankeschön für diese Aktion geht an: Beate Hibinger, Jürgen Hofmann, Fabienne Klamm, Merlin Korffmann, Hagen Latzko, Daniel Meder, Michael Müller und Nick Temple.

29.10.2020

Puzzle-Maltechnik wird zum Erfolgsschlager - und hilft durch die Corona-Zeit

"In Zeiten von Covid-19 fragte ich mich manchmal, was hat, neben den massiven Einschränkungen, diese Zeit eigentlich an positiven Erfahrungen oder Erlebnissen für unsere Bewohner gebracht - oder was bringt sie noch. Und … es fiel mir nicht leicht, eine zufriedenstellende Antwort darauf zu finden." Überlegungen, die Ulrike Regenauer-Misera, Leitung des Wilhelm-HIemenz-Haus in Maxdorf, beschäftigen.

Die Konzentration auf die Kunst, auf das kreative Schaffen und das Malen können eine Antwort sein.

Ulrike Regenauer-Misera:

"Das Malen hat im Wilhelm-Hiemenz-Haus eine langjährige Tradition. So wurde die Idee geboren, da viel Zeit zur Verfügung stand, den Flur der WfbM-Gruppe (Werkstatt für behinderte Menschen) und den Flur gegenüber dem Leitungsbüro farbenfreudiger zu gestalten."

"Unsere Bewohnerin Tanja Merz hatte sich eine besondere Technik überlegt, die neben einem klaren Motiv viele bunte Puzzleteile als gestalterisches Element integriert. So entstand eine gewisse Dreidimensionalität, die sehr wirkungsvoll ist."

Zu der geplanten Kunstausstellung und Vernissage mit Musik und Ansprache ist es Corona-bedingt leider noch nicht gekommen. Doch Ulrike Regenauer-Misera zieht eine positive Zwischenbilanz:

"Mit etwas Abstand und ein wenig mehr Außen-Perspektive kann ich heute sagen, dass die Malerei in vielen Fällen etwas Selbstheilendes gehabt hat, eine Aufgabe, positive Rückmeldung, ein Ziel vor Augen. Von unseren Bewohnern konnten und können wir viel lernen. Sich in Unabänderlichkeiten fügen und sich eine positive Haltung im Sinne einer nach vorne gerichteten Sichtweise zu bewahren."

Zumindest auf dieser Webseite können wir die Bilder aus dem Wilhelm-Hiemenz-Haus einem breiteren Publikum zeigen. Die Künstler*innen sind: Monika D. - Das Boot, Peter V. - Baum mit Blumen, Michael M. - Kamel und Affe,  Tanja M. - Katze, Schloss, Farbenspiel mit Puzzles

Wir wünschen viel Freude beim Gang durch die "Ausstellung"!

21.10.2020

Im Hochbeet-Rausch

Was braucht es mehr zum Glücklichsein: eine gute Idee, ein tolles Team, das mit viel Spaß bei der Arbeit ist, und viel Sonnenschein. Auch im Herzen.

So entstanden im Spätsommer und frühen Herbst mehrere Hochbeete, die jede Menge Platz für Kreativität und zum Bepflanzen bieten.

Das Haus Böhl im Hochbeet-Rausch: "Neben den fertigen Beeten arbeiten wir gerade noch an dem Hochbeet für den Naschgarten. Gemeinsam mit den Bewohnern und nach dem Prinzip des Upcycling. Dabei werden Produkte oder Stoffe, die eigentlich weggeworfen werden sollten, in etwas anderes umgewandelt, zum Beispiel in ein Hochbeet. Auf das Ergebnis sind wir jetzt schon gespannt!" Mit diesen Ausblicken startet Markus Kercher mit den Bewohnern und seinem Team in einen goldenen Herbst durch.

10.10.2020

Für den sauberen Durchblick:

Firma Altun hat Fensterputzen gespendet

Die Firma Fat- Fatun-Clean e. K. sorgt regelmäßig dafür , dass es in den Häusern der Lebenshilfe Ludwigshafen sauber ist. Jetzt hat sich Frau Altun, die Besitzerin der Firma, etwas ganz Besonderes einfallen lassen!

Sie und ihre Mitarbeiterinnen haben alle Fenster der Wohngemeinschaften in der Christoph-Kröwerath-Straße und in der Heinz-Schifferdecker-Straße einmal komplett auf Hochglanz geputzt, ohne dafür eine Rechnung zu stellen.

Wir sagen - ein großes Dankeschön für den gespendeten super-sauberen Durchblick!

06.09.2020

Wie lebte es sich während des Lockdowns?

Die Redaktion der Zeitung "Rheinpfalz am Sonntag" hat nachgefragt und kürzlich mit Bewohnern des Hedy-Erlenkötter-Hauses gesprochen.

Den ganzen Bericht der "Rheinpfalz am Sonntag" gibt es hier (bitte PDF-Datei öffnen): Interview im Hedy-Erlenkötter-Haus 20200906_DIE RHEINPFALZ am SONNTAG_Seite 5

04.09.2020

Ministerpräsidentin Malu Dreyer besucht Wilhelm-Hiemenz-Haus in Maxdorf

Vereine und Ehrenamtliche interessieren die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrer „Im Land daheim-Tour“. Am
3. September führte sie ihre Tour auch in den Rhein-Pfalz-Kreis. Hier besuchte sie das Wilhelm-Hiemenz-Haus der Lebenshilfe Ludwigshafen.

Den Bericht der Rheinpfalz Ludwigshafen hier (bitte PDF-Datei öffnen und nach unten scrallen): Besuch Malu Dreyer 20200904_Ludwigshafener Rundschau_Seite 19

 

Die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz berichtet in ihrer Pressemitteilung über die Etappe vom 3. September wie folgt:

03.09.2020 | „Im Land daheim-Tour“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer trifft Ehrenamt in der Pfalz

Die siebte Etappe ihrer „Im Land daheim-Tour: Ministerpräsidentin trifft Ehrenamt“ führte Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute in den Südosten von Rheinland-Pfalz. Im Rhein-Pfalz-Kreis und in Speyer informierte sie sich über verschiedene ehrenamtliche Projekte und tauschte sich mit Engagierten aus. „Mehr als 48 Prozent der Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen sind ehrenamtlich aktiv, darauf bin ich als Ministerpräsidentin sehr stolz. Auch hier in der Pfalz gibt es viele Bürger und Bürgerinnen, die ihre Zeit und Tatkraft für ein gutes Miteinander investieren und ihre Heimat weiterentwickeln. Das ist ein riesiger Pluspunkt“, betonte die Ministerpräsidentin.

Gerade in der schwierigen Corona-Situation mache es Mut, dass die Menschen sich gegenseitig helfen und unterstützen und viele neue Nachbarschaftshilfen entstanden seien. Ihre Tour startete die Ministerpräsidentin mit einem Besuch im Wilhelm-Hiemenz-Haus der Lebenshilfe Ludwigshafen e.V. in Maxdorf. Ehrenamtliche Übungsleiter der TSG Maxdorf bieten in dem Wohnhaus für Menschen mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung regelmäßige Sportangebote an. Bei dem Termin waren auch Engagierte der TuS Neuhofen dabei, die eine inklusive Schwimmgruppe organisieren. “Bei Ihrem Angebot zeigt sich die integrative Kraft des Sports, der bei der Inklusion und beim sozialen Miteinander wichtige Aufgaben übernimmt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Das Hauptamt und das Ehrenamt ergänzen sich sehr wirkungsvoll, auch im Kinderhospiz Sterntaler e.V. in Dudenhofen. Idyllisch am Woogbach gelegen bietet die Einrichtung schwer oder unheilbar erkrankten Kindern und ihren Familien Aufenthalte an. Die Arbeit der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird durch ehrenamtliche Familien- und Trauerbegleiter unterstützt. Die Ministerpräsidentin betonte, dass die Landesregierung den Ausbau der ambulanten Hospiz- und Palliativversorgung fördere, um den Menschen auch in ihrer letzten Lebensphase Würde und Selbstbestimmung zu ermöglichen. „Dank des Engagements so vieler Akteure und Akteurinnen ist die Hospiz- und Palliativversorgung in Rheinland-Pfalz gut ausgebaut und wird bedarfsgerecht weiterentwickelt.“

Bei ihrer nächsten Station in Speyer tauschte sich die Ministerpräsidentin im Tierheim mit den Engagierten des Tierschutzvereins Speyer aus. Sie unterstützen bei der täglichen Versorgung der Tiere und der Instandhaltung der Tiergehege und Gartenanlagen. „Die Tierheime sind eine wichtige Säule des Tierschutzes in Rheinland-Pfalz. Die hauptamtlichen Teams sind oft sehr klein und die Zahl der schutzbedürftigen Tiere sehr groß. Spenden und die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen sind sehr wichtig“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Landesregierung habe den Bau und die Einrichtung von Tierheimen in diesem Jahr mit fast 1,2 Millionen Euro gefördert.

Abschluss der „Im Land daheim“-Tour war ein Bürgergespräch in Speyer, zu dem interessierte Ehrenamtliche unter Corona-Bedingungen eingeladen waren. Sie konnten der Ministerpräsidentin Fragen stellen und mit ihr über ihre Anliegen diskutieren. „Ich möchte den Vereinen, Initiativen und Projekten in unserem Land bestmögliche Unterstützung bieten. Deshalb entwickeln wir die Ehrenamtsförderung der Landesregierung kontinuierlich weiter und haben wegen der Herausforderungen der Corona-Situation ein Soforthilfeprogramm für in Not geratene Vereine gestartet“, sagte die Ministerpräsidentin. Das Ehrenamt und die Vereine seien für den Zusammenhalt in der Gesellschaft unverzichtbar, auch hier in Speyer und im Landkreis.
Ehrenamtliches Engagement steht im Mittelpunkt der aktuellen Staffel der „Im Land Daheim-Tour“ von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Besuch des Wilhelm-Hiemenz-Hauses der Lebenshilfe Ludwigshafen e.V. in Maxdorf. ; © Staatskanzlei RLP/Voß     (Bildquelle 4. Bild von oben: Rhein-Pfalz-Kreis)

23.07.2020

Neuer Kicker sorgt für großen Spaß

im Hans-Werner-Kleiber-Haus

Kaum hatte der Paketdienst den Tischkicker im Frühsommer angeliefert, schon wurde er kurze Zeit später in der geräumigen Garage des Hans-Werner-Kleiber-Hauses in Oppau aufgebaut.

Und die Freude über das profitaugliche Spielgerät ist riesig, fast jeden Tag finden sich Spieler in der Garage ein. Möglich wurde die Anschaffung durch eine Spende der Stiftung der Lebenshilfe Ludwigshafen – ein großes Dankeschön dafür von den Bewohnern des Hans-Werner-Kleiber-Hauses!

02.07.2020

Integrative Kindertagesstätte ausgebaut

Die Lebenshilfe Ludwigshafen hat 15 neue Kita-Plätze geschaffen. „Wir können in unserer Integrativen Kindertagesstätte Sonnenblume in der Rheinhorststraße demnächst zehn weiteren Regel- und fünf Förderkindern einen Platz bieten“, freut sich Silke Methe, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Ludwigshafen. Der kürzlich abgeschlossene Aus- und Umbau der Kita macht es möglich. Vier Jahre hat das Bauprojekt von der ersten Planung bis zur Fertigstellung gedauert. Dabei mussten einige Hürden genommen werden.

„Als wir durch den Umzug der Offenen Hilfen in ein benachbartes Gebäude viel freien Raum bei der Kita gewonnen hatten, ist die Idee für deren Ausbau geboren. Befeuert hatte uns nach mehr als einem Jahr der Planung und langwierigen Antragsprozederes zusätzlich die Nachricht, dass in Ludwigshafen rund 1000 Regelkita-Plätze fehlen und auch im Förderbereich die Plätze bei weitem nicht mehr für alle Kinder, die dringend einen Platz bräuchten, ausreichen. Das hat uns noch mehr motiviert, unseren Beitrag zu leisten, um diese Situation zu entspannen“, blickt Silke Methe auf die Anfänge des Projektes zurück.

Im Zuge des Ausbaus wurde auch die Sanierung der in die Jahre gekommenen sanitären Anlagen angepackt. Gemeinsam mit der Stiftung der Lebenshilfe Ludwigshafen, Bauherrin der Maßnahme, wurde ein umfassendes Finanzierungskonzept entwickelt. Es konnte sich neben Eigenmitteln auch auf Zuschüsse des Landes Rheinland-Pfalz und Fördergelder der Stadt Ludwigshafen stützen.

Die Corona-bedingte Schließung der Kita im März hatten die Bauarbeiten schneller als geplant vorankommen lassen. Auch wenn im weiteren Verlauf der Pandemie schnell klar wurde, dass die ursprünglich geplante Feier zu Umbau und Eröffnung der neuen Gruppe ausfallen würde, fasste die Lebenshilfe den 1. Juni für die offizielle Eröffnung ins Auge.

Nachdem nun noch letzte Formalien erledigt werden müssen, hoffen die Verantwortlichen darauf, die Kinder in der neuen Gruppe ab dem
1. August begrüßen zu dürfen. Dass der Bedarf groß ist, hat sich in der schnellen Belegung der neuen Gruppe gezeigt. Dort waren alle Plätze binnen kürzester Zeit vergeben – und die Warteliste ist lang.

01.07.2020

„Was hat Wein eigentlich mit Corona zu tun?“

Lebenshilfe Ludwigshafen bedankt sich bei ihren Mitarbeitern und Spendern. „Was hat Wein eigentlich mit Corona zu tun? Nichts – und das ist das Gute daran“, sagt Silke Methe, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Ludwigshafen. Gemeinsam mit dem Vorstand der Lebenshilfe bedankte sie sich jetzt bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit der Sonderabfüllung eines Pfälzer Grauburgunders für ihren beispiellosen Einsatz gegen das Coronavirus.

„Durch unsere Anstrengungen sind wir in den vergangenen Monaten weitestgehend vom Infektionsgeschehen verschont geblieben.“

Ihr Dank gilt auch den Organisationen, Firmen und privaten Spendern, die die Lebenshilfe Ludwigshafen in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten mit knappen Gütern wie Schutzkleidung, Mund-Nasen-Masken, Schutzschilden, Desinfektionsmittel oder Toilettenpapier bedacht haben. Auch ihnen dankt die Lebenshilfe Ludwigshafen mit dem guten 2019er Tropfen aus dem Weingut von Klaus Hilz in Dirmstein.

„Ich freue mich, mit einer Organisation zusammenzuarbeiten, die gute Absichten verfolgt und ihren Mitarbeitern Anerkennung und Wertschätzung entgegenbringt“, so der Winzer.

Das Etikett auf den Flaschen hat eine eigene Geschichte: Das bunte Bild ist „vor Corona“ bei einer Mal-Aktion mit Kindern der Integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe Ludwigshafen entstanden. Und als hätten es die kleinen Künstler damals beim Malen geahnt – erinnern die runden Gebilde in der Mitte ein wenig an Coronaviren.

(Bild oben: Klaus Hilz überreicht den eigens abgefüllten Lebenshilfe Wein mit dem originellen Etikett, Bild unten: Das Etikett des Lebenhilfe Weins)

19.06.2020
Erste Studien zu Menschen mit geistiger Behinderung und COVID-19

Das Institut für Teilhabeforschung der Katholischen Hochschule NRW in Münster weist in einer Pressemitteilung zum Thema "Erste Studien zu Menschen mit geistiger Behinderung und COVID-19: Keine höhere Sterberate bei Erkrankten mit geistiger Behinderung" auf neue Forschungsergebnisse hin. Die Studie komme demnach zu zwei wesentlichen Ergebnissen:

  1. Man müsse bzgl. des Krankheitsverlaufes unterscheiden zwischen der Personengruppe von alten Menschen und Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung.
  2. Die ersten Ergebnisse dreier Studien aus den USA, aus den Niederlanden und Schweden würden übereinstimmend zeigen, dass sich der Prozentanteil von Todesfällen bei an COVID-19 Erkrankten mit geistiger Beeinträchtigung nicht unterscheidet von dem Prozentanteil in der Gesamtbevölkerung.

Mehr Informationen zu der Studie finden Sie hier

18.06.2020
Mund-Nasen-Masken werden weiterhin gebraucht - Spenden kommen auch von weiter her

Die Lebenshilfe Ludwigshafen hat Nachschub an FFP2-Masken erhalten. So hatte sich Peter Wilhelmi aus Rödersheim-Gronau Ende Mai mit 500 FFP2-Masken und zusätzlich mehreren Litern Desinfektionsmittel im Gepäck auf den Weg in die Geschäftsstelle der Lebenshilfe Ludwigshafen gemacht. Durch seine private Verbindung zur Lebenshilfe Speyer Schifferstadt e.V., die er ebenfalls mit Spenden unterstützt, kam der Kontakt zur Lebenshilfe Ludwigshafen zustande. Über die unbürokratische Spende von Peter Wilhelmi hat auch die RHEINPFALZ Lokalredaktion Ludwigshafen berichtet (den Bericht lesen Sie hier 20200603_Ludwigshafener Rundschau_Seite 16).

In etwas weiterer Entfernung denken die Menschen ebenfalls an uns: Seit mehreren Monaten näht die Saarbrückerin Fatma Avsar an der heimischen Nähmaschine rund um die Uhr Mund-Nasen-Bedeckungen, die sie an Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken, aber auch Supermärkte verschenkt. Jetzt hat ihre Hilfsbereitschaft auch die Lebenshilfe Ludwigshafen erreicht, für die sie immer wieder neue Masken aus Saarbrücken auf den Weg nach Ludwigshafen bringt. Liebevoll verpackt, wohl duftend und mit handgemachter Seife versehen ...

Herzlichen Dank dafür!

03.06.2020
Fröhliche Musik im Garten

Einfach mal im Garten des Kurt-Hahn-Hauses in Maxdorf gemeinsam Musik machen: Das dachten sich Jürgen Vollhüter und Katja Cicero. Die beiden arbeiten eigentlich in der Tagesförderstätte für mehrfach schwerstbehinderte Menschen, die dem Kinder-Zentrum angeschlossen ist, in der Mörikestraße in Ludwigshafen. Da die Tafö Corona-bedingt derzeit geschlossen ist, besuchten die beiden ihre Betreuten kurzerhand in Maxdorf - und sangen gemeinsam fröhliche Lieder. Die anderen Bewohner des Hauses kamen natürlich dazu und waren eingeladen mitzusingen.  Katja Cicero und Jürgen Vollhüter wollten unseren Bewohnern durch gemeinsames Musizieren im Garten eine Freude machen – das ist ihnen wirklich gelungen!

15.05.2020
Firmen denken an die Lebenshilfe 

„Wir verbringen aktuell viel Zeit mit der Beschaffung von Schutzkleidung oder Desinfektionsmitteln und müssen dafür teilweise das Vierfache des üblichen Preises bezahlen. Für die Spenden von Unternehmen aus der Region, die uns in den letzten Wochen erreichen, sind wir deshalb sehr dankbar“, erklärt Silke Methe, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Ludwigshafen/Rhein.

Das Unternehmen Thor in Speyer gehört zu einer weltweit tätigen Firmengruppe, die Spezialchemie entwickelt, herstellt und vermarktet. Zur Produktpalette gehören technische Konservierungsmittel, Flammschutzprodukte und Additive für die Kosmetikindustrie. Jetzt stellt Thor selbst Desinfektionsmittel für soziale Zwecke und zum Schutze ihrer Mitarbeiter her. Ein herzliches Dankeschön für 100 Liter Desinfektionsmittel (je zur Hälfte für Hände und Flächen) übermittelte Christina Lehr von der Lebenshilfe beim Abholen der Spende in Speyer.

Bei strahlendem Sonnenschein überreichte Shanon Sussman, stellvertretend für die Firma Sensus GmbH, die ersten von insgesamt 300 Gesichtsschilde an die Lebenshilfe Ludwigshafen.

Normalerweise produziert die Sensus GmbH mit ihren 400 Mitarbeitern in Ludwigshafen Wasserzähler. Um in der Coronakrise zu helfen, stellt das Unternehmen Gesichtsschilde („Face Shields“) her. In firmeneigenen Spritzgussanlagen werden die Halterungen gegossen und zusammen mit stabilen Plastikfolien kostenlos verteilt. Einige Tage später veröffentlichte die Rheinpfalz einen Bericht über die Spenden der Firma Sensus GmbH - mit einem Bild der Lebenshilfe: 20200529_Ludwigshafener Rundschau_Seite 15

50 Faceshields hatte zuvor auch die "Initiative 3 D" aus Neustadt/Weinstraße an die Lebenshilfe gespendet. FFP2- und MNS-Masken in größeren Menge, Handschuhe und 200 Liter Desinfektionsmittel hat die BASF in Ludwigshafen der Lebenshilfe Ludwigshaben übermittelt.
Mit Einkaufsgutscheinen im Gesamtwert von 1.000 Euro hat ALDI Süd die Lebenshilfe Ludwigshafen bedacht; diese kommen ausnahmslos den Bewohner*Innen zugute.

Daumen hoch dafür und große Freude bei der Lebenshilfe Ludwigshafen, die die Spenden auf ihre Häuser verteilt hat.

04.05.2020
Wie ist das Leben für Menschen mit Behinderung in Zeiten des Coronavirus?

Gerade für Menschen mit Behinderung stellt die jetzige Situation eine besondere Herausforderung dar. Als Teil der Risikogruppe mit Blick auf die Covid19-Infektionsgefahr ist zum Beispiel ihr Bewegungsradius derzeit stark eingeschränkt.

Wie gehen Behinderte mit dieser Situation um? Wie sieht ihr Alltag aus? Darüber berichtet die RHEINPFALZ in ihrer heutigen Lokalausgabe "Ludwigshafener Rundschau" (zum Lesen des Artikels bitte den Link öffnen und auf der Seite nach unten blättern) 20200504_Ludwigshafener Rundschau_Seite 15

04.05.2020
Tolle Ideen und Initiativen - Großes Dankeschön an alle Spender!

Die Lebenshilfe Ludwigshafen freut sich in diesen Tagen über viel Zuspruch. So überraschte der Lions Club Rheinland-Pfalz/Saarland Ende April das Team der Geschäftsstelle in der Rheinhorststraße 38 mit einer Spende von 200 FFP2-Masken. Christine Corsino, Assistenz der Geschäftsführung, hat die Paketlieferung mit den Masken entgegengenommen.
Mit einer kreativen Idee unterstützt die Schwester einer Bewohnerin des Hedy-Erlenkötter-Hauses die Einrichtung: Sie hat das Geschäft "Angela Mode" in Frankenthal (Bahnhofstraße 17) an der Seite, das die von ihr genähten Mund-Nasen-Masken verkauft. Das Schöne ist: Von jeder verkauften Maske kommen dem Wohnhaus in Ludwigshafen 5 Euro zugute. Der große Bedarf an genähten, modisch ansprechenden Mund-Nasen-Abdeckungen sowie ein großes Geschick an der Nähmaschine hatten bei ihr zu dieser Idee geführt.

28.04.2020
Impressionen: Mund-Nasen-Masken mit viel Liebe hergestellt

Bedingt durch die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemia war es in der Integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe ruhiger als sonst. Neben den Notbetreuungen und anderen Aufgaben, die jetzt angegangen werden konnten, haben die Erzieherinnen in den vergangenen Wochen aus gespendeten Stoffen auch Masken für Mitarbeiter und Bewohner der Lebenshilfe hergestellt.

In den Gruppenräumen entstanden "Werkstätten" für die einzelnen Arbeitsschritte: Zuschneiden, Stecken, Bügeln und Nähen. Wer schon nähen konnte, brachte es den anderen bei. Einige der „Neueinsteigerinnen“ entwickelten eine echte Leidenschaft, so dass sie über die Zeit des Maskennähens hinaus weiter dem „Nähen“ nachgehen wollen.

Weitaus mehr als 500 der begehrten und dringend benötigten Mund-Nasen-Masken sind es inzwischen geworden. „Insgesamt ist die Nähwerkstatt für uns ein guter Kontrast zum derzeitigen Alltag mit all seinen neuen Nachrichten und Regelungen“, so die einhellige Meinung.

Stellvertretend für die Kolleginnen sind auf den Bildern zu sehen (von links): Sabine Kühl, Kirsten Kluger, Ofelia Araque-Hamel und Verena Dörr (Bild rechts)

06.04.2020
"Wir bleiben zu Hause"

"Wir bleiben zu Hause" - neuerdings ist am Hedy-Erlenkötter-Haus, einem Wohnheim der Lebenshilfe Ludwigshafen/Rhein, das bunte Plakat mit diesem Aufruf zu sehen.
Die Bewohner*innen haben es gruppenübergreifend gemalt. Gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen rufen sie ihre Mitmenschen dazu auf, sich weiter an die Ausgangsregeln zu halten.

03.04.2020
"Wenn es plötzlich kein Toilettenpapier mehr gibt"

Von Dr. Angelika Hoffmann, Vorstand der Lebenshilfe Ludwigshafen e.V.

Unser Sohn Thomas lebt in der Wohngruppe (WG) Melm 1. Als die Infektionswelle mit dem Coronavirus Covid-19 Ende Februar kam, machte ich mir noch keine Sorgen wegen der Versorgung mit Lebensmitteln und Hygieneartikel. Ich machte mir auch noch keine Gedanken, als in der Presse von Hamsterkäufen berichtet wurde.
Auf Nachfrage in der Wohngruppe erfuhr ich von den Mitarbeitern der WG, dass sie bei Einkäufen immer nur eine Packung Toilettenpapier mitnehmen durften. Dies war für den Gesamtverbrauch der WG in keinster Weise ausreichend. Daher wollte ich für die WG Toilettenpapier besorgen. Um die Abstandsregeln sicher einhalten zu können, ging ich spät abends einkaufen und fand in mehreren Geschäften nur leere Regale vor. Ich fragte eine der Verkäuferinnen, wann die nächste Lieferung käme. Sie nannte Tag und Uhrzeit, wies aber darauf hin, dass mit einem Käuferansturm zu rechnen sei.
Auch der Versuch, online zu bestellen, war erfolglos. Über den Mangel an Toilettenpapier in der WG wurde der Firma Essity Operations Mannheim GmbH, bekannt noch unter dem Namen Zellstofffabrik, berichtet. Und am 03. April wurde uns vom Security Leader der Firma, Emil Kemmerle, eine überwältigende Menge an Toilettenpapier und Küchenrollen überreicht.
Damit war der Mangel an Toilettenpapier in unserer WG beendet. Wir bedanken uns sehr herzlich für diese unverhoffte Unterstützung und spontane Spende der Firma Essity.

23.03.2020

„Hi, wir sind’s. Die Risikogruppe“

„Hi, wir sind’s. Die Risikogruppe“ so der Einstieg in einen Blog der ZEIT ONLINE unter dem Link https://blog.zeit.de/teilchen/2020/03/16/coronavirus-risikogruppen-vorerkrankungen-junge-erwachsene/ . Der Aktivist Raul Krauthausen und viele andere sensibilisieren hier, was es für Menschen mit Vorerkrankungen bedeuten kann, sich mit dem Coronavirus zu infizieren: Es kann den sicheren Tod bedeuten. Sein Appell: „Also halte dich an die Empfehlungen und rette Menschenleben – das von uns, aber auch von vielen anderen #Risikogruppen: Vorerkrankte Menschen mit anderen chronischen Erkrankungen. Du bist auch noch lange keine 60 und in der #Risikogruppe? Gib ihr ein Gesicht. Poste, rede drüber, lass dir helfen. Nutze diesen Hashtag. Join the band. Denn: Gestorben wird später. Viel später. Rock an roll, eure #Risikogruppe.“