Individuelle Assistenzen

Sie haben Lust auf einen Abend mit dem Partner oder einen wichtigen Termin, aber es ist kein „Babysitter“ verfügbar?

Etwas mehr Zeit für die Geschwisterkinder wäre toll, aber wer übernimmt die Betreuung zu Hause?

Der Teenager im Haus würde Unternehmungen ohne die Eltern bevorzugen, aber so ganz ohne Unterstützung geht es nicht?

Sie möchten eine tolle Veranstaltung besuchen, aber eine geeignete Begleitperson fehlt?

Sie haben viele Ideen für Ihre Freizeitgestaltung, aber keine Lust immer in der Gruppe unterwegs zu sein?

Was ist eine Assistenz?

Der Kostenträger fordert einen Teilhabeplan, aber was heißt das genau? Vielleicht können wir Ihnen bei der Lösung behilflich sein! Um Ihnen den Bereich der individuellen Assistenzen näher zu bringen, stellen wir Ihnen hier die zentralen Artikel etwas detaillierter vor. Hinzu kommen spezielle Artikel (z.B. Nachtpauschalen, Integrationshilfen), die wir Ihnen im Rahmen eines Beratungsgespräches gerne erläutern.

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FUD-Betreuung

Die Betreuung eines Kindes oder Jugendlichen dient der Entlastung der Familienangehörigen, so der Grundgedanke des Familienunterstützenden Dienstes (FUD). Einige Stunden Zeit zu haben für sich, den Partner, die Geschwisterkinder oder um andere Dinge erledigen zu können, ist das Ziel. Währenddessen bringt unser Mitarbeiter ihr Kind ins Bett, geht mit ihm auf den Spielplatz oder puzzelt mit ihm im Kinderzimmer.
Im Einsatz sind hier unsere engagierten Laienhelfer. Das sind Mitarbeiter, die ehrenamtlich für uns tätig sind und keine Ausbildung im pädagogischen Bereich haben.

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Freizeitassistenz

Erreicht ein Jugendlicher das Erwachsenenalter sprechen wir nicht mehr von Betreuung, sondern von einer Freizeitassistenz. Der Kunde selbst entscheidet, was er mit seinem Assistenten unternehmen möchte. Meistens geht es dabei vor allem um Aktivitäten wie Kinobesuche, Spaziergänge, Fahrrad fahren, Sport, Konzertbesuche. In der Eingliederungshilfe spricht man von Leistungen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Auch hier sind Mitarbeiter aktiv, die in der Regel keine pädagogische Ausbildung haben. Sie werden jedoch von unseren hauptamtlichen Mitarbeitern fachlich begleitet.

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Pädagogische Assistenz

Bei Einsätzen, die durch pädagogisch ausgebildete Fachkräfte erbracht werden, sprechen wir von pädagogischen Assistenzen. Pädagogische Fachkräfte sind in der Regel Erzieher, Heilerziehungspfleger, Sozialarbeiter/-pädagogen, Sonderpädagogen, Heilpädagogen, Diplompädagogen oder ähnliches. Wenn bestimmte Ziele durch die Begleitung erreicht werden sollen, ist eine pädagogische Assistenz sinnvoll. Sie möchten zum Beispiel lernen, die öffentlichen Verkehrsmittel selbstständig zu nutzen oder üben, wie man mit Konflikten umgeht und seine Belange angebracht durchsetzt. Sie wollen wissen, wie man sich gesund ernährt und kocht oder den eigenen Haushalt selbstständig führt. Dann brauchen sie einen pädagogisch ausgebildeten Mitarbeiter. Nachdem klar ist, welches Ziel erreicht werden soll, entwickelt dieser (gerne auch gemeinsam mit Ihnen) ein Konzept. Dort legt er fest, mit welchen Mitteln (Methode) und auf welche Art und Weise (Didaktik) die Lernschritte erreicht werden können – und dann geht es los.
Manchmal sind pädagogische Assistenzen auch notwendig, wenn es sich um Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf handelt. Dann sind Fachlichkeit, Erfahrung und Geduld auch bei der Freizeitgestaltung wichtige Aspekte, damit der Mitarbeiter mit speziellen Verhaltensweisen oder Krisensituationen gut umgehen kann.

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Ambulante Fachstunde

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. In Krisen- und Notsituationen ist neben einer pädagogischen Assistenz meist auch Krisenmanagement gefragt. Einsätze sind zu koordinieren, die Finanzierung ist zu klären, Mitarbeiter müssen begleitet und viele, viele Gespräche geführt werden. Dafür sind unsere hauptamtlichen Mitarbeiter im Büro erprobte Ansprechpartner. Sie kümmern sich darum, dass das „Drumherum“ erledigt wird.
Ambulante Fachstunden werden auch dann abgerechnet, wenn wir Schriftstücke wie Berichte und Teilhabepläne erstellen. Einen Teilhabeplan benötigt man, um den Hilfebedarf gegenüber der Eingliederungshilfe darzulegen. Berichte und Stellungnahmen werden unter Umständen von Behörden wie der Arbeitsagentur oder dem Jugendamt angefordert, wenn wir Leistungen für diese erbringen.

Welche Leistungen tatsächlich erbracht werden, besprechen wir mit Ihnen in einem Beratungsgespräch.