„Ein gutes Gesicht zeigen“

...ist ein Schlüsselsatz in der Ausbildung zur Marte Meo Therapeutin, der mich sehr beeindruckt hat. So einfach und doch so grundlegend.

Stellen Sie sich folgendes Bild vor:

Ein Baby liegt geborgen und geschützt in Ihrem Arm. Es schaut zu Ihnen hinauf. Es sucht Ihren Blick. Sie erwidern diesen Blick mit einem herzlichen Lächeln im Gesicht. Ihre Stimme ist sanft und freundlich während Sie die glucksenden Laute des Babys imitieren.

Was denken Sie? Wird das Baby aus dieser Erfahrung heraus wieder Ihren Blick, Ihr Lächeln, Ihre Ansprache suchen?

Eindeutig: JA!

Warum?

Dieses Baby hat in diesem Moment durch Sie erfahren:

ICH WERDE GESEHEN!

ICH BIN INTERESSANT!

ICH WERDE WERTGESCHÄTZT!

Das sind Grundbedürfnisse eines jeden Menschen.

Hier in diesem kleinen Alltagsmoment wird die Basis für ein gutes Selbstwertgefühl gelegt und das Kind so in seiner Entwicklung positiv unterstützt, mehr von sich zu zeigen. Es bekommt schon jetzt das Gefühl von „ich kann etwas bewirken“, ich bin fähig, Reaktionen bei anderen hervorzurufen.

Intuitiv unterstützen Eltern auf diese Art und Weise bereits ab der Geburt die Entwicklung ihrer Kinder. Marte Meo macht diese kleinen und doch so lebenswichtigen Momente zwischen Eltern und Kindern sichtbar. Und liefert wichtige Erkenntnisse über die Wirksamkeit der großen „Kleinigkeiten“, die auch von allen anderen Bezugspersonen und professionellen Helfern genutzt werden können.

Marte Meo „Aus eigener Kraft“ ist ein Entwicklungsunterstützungsprogramm, das von der Holländerin Maria Arts entwickelt wurde.

Es lohnt sich für alle interessierten Leser, sich im Internet einen Vortrag von der charismatischen Maria Arts anzuhören, oder besser noch: sie live auf einem der jährlich stattfindenden Fachtage in Ludwigshafen zu erleben.

Tanja Tornow, Hausfrühförderung

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