Die Hunde kommen wieder!

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Seit Februar 2016 gibt es wieder eine "Hunde AG" im Kurt-Hahn-Haus, die es unseren Bewohnern ermöglicht, regelmäßigen Kontakt zu den haarigen Vierbeinern zu haben.

Dieses Angebot ist für jeden offen, der Freude am Umgang mit Hunden hat. Es werden alle zwei Wochen Treffen mit den Hunden im Haus stattfinden, die Einzel- sowie auch Gruppenangebote sein können. Im Unterschied zu der vorherigen Hundetherapie, die von außerhalb kam und deren Teilnehmerzahl stark begrenzt war, kommen bei unserer Hunde AG die Fellnasen einiger Mitarbeiter zum Einsatz. Das bedeutet, dass die Hunde von nun an wieder häufiger ins Kurt Hahn Haus kommen können und dadurch eine Vielzahl von Bewohnern profitieren kann.

Auch wenn unsere Hunde keine ausgebildeten Therapiehunde sind, haben wir Mitarbeiter den Anspruch, einige pädagogische Inhalte zu vermitteln. Die Beziehung von Mensch und Hund sollte von Respekt und Empathie geprägt sein. Dieses unseren interessierten Bewohnern zu vermitteln, ist uns ein besonderes Anliegen. Der Hund ist ein sensibles Wesen, welches wie wir Menschen emotionale Empfindungen hat und diese auch zeigen kann. Eine Beziehung zu solch einem Tier aufzubauen, fördert das Bewusstsein, auf diese Werte zu achten.

Bei Spaziergängen in der Vergangenheit haben wir oft festgestellt, dass unsere Bewohner plötzlich motorische Fähigkeiten entwickeln, die wir so gar nicht kannten. Zum Beispiel mit Hund an der Leine auch unebene Strecken bewältigen oder die spastisch gelähmten Arme ausstrecken, um den Kopf eines Hundes zu streicheln. Und das durch eine ganz natürliche und eigene Motivation.

Die Bewohner sollten sich auch gut konzentrieren können. Denn ein Hund braucht klare Kommandos, damit er weiß, was er zu tun hat. Unseren Bewohnern gibt das wiederum ein gutes Gefühl, denn ihr Wort hat Gewicht und Bedeutung.

Selbstverständlich ist nicht jeder Hund für einen solchen 'Arbeitsauftrag' geeignet! Die Hunde müssen ein freundliches und ruhiges Wesen haben, gut sozialisiert und gesund sein. Es liegt hier in der Verantwortung der Mitarbeiter des Kurt-Hahn-Hauses die Eignung des Tieres zu beurteilen und für seine Gesundheit Sorge zu tragen.

Es versteht sich von selbst, dass Bereiche, in denen eine besondere Hygiene von Nöten ist, für die Vierbeiner tabu sind. Und auch, wenn es so schön kitzelt: Die Hundezunge hat im Gesicht leider nichts verloren...

Geschmust werden darf aber natürlich auch! Das ist doch auch eines der schönsten Dinge im Leben!

Christina Lehr

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