Wie dehääm...

1

Viele der Seniorinnen und Senioren der Wohngruppe 4 sind mit dem Anbau des eigenen Gemüses groß geworden. Daher haben wir auch in diesem Jahr unser Hochbeet voll ausgenutzt und fleißig geackert, gedüngt und gesät. Aber das eigene Großziehen von Kohlrabi, Salat und co. ist für unsere Bewohner nicht nur Arbeit, sondern erinnert auch stark an die eigene Kindheit. „Des hän mer frieher ach gemacht!“ Erinnert sich zum Beispiel Lotte (82), als sie von ihrer Erfahrung mit den Eltern auf dem Feld erzählt. Sie erkennt das angebaute bereits an den Blättern. Auch Marianne (76) erzählt, dass sie damals so allerhand mitgeholfen hat. Und vor allem erinnert sie sich daran, dass selbstgemacht immer noch am Besten schmeckt. Aber nicht nur die aktiven Gärtner schwelgen in Vergangenem. Die Pflege des Beetes, das Ernten und natürlich auch das Essen des Gemüses verleitet ebenso viele andere Bewohnerinnen und Bewohner der Gruppe über ihre Vergangenheit zu berichten. So beobachtet unter anderem auch Harald jeden Tag das Wachstum der eigenen Kartoffeln und kann es kaum abwarten, bis diese aus der Erde geholt werden können. Alle, die können, helfen fleißig mit beim Unkrautjäten, Gießen und was sonst noch so anfällt.

„Schää isses, unser Gärdl! Un wann des alles ferdig is, baue mer noch anneres an!“

Recht haben sie! Mit unserem Beet haben wir nicht nur ein langjähriges und interessantes Projekt, sondern auch durch so wenig doch so viel zu Erzählen. Die Gärtner sind stolz auf ihr Werk und lassen sich das Ergebnis schmecken.

In diesem Sinne „En guude beisamme!“

Thilo Kerbeck

Zurück